Neue Schule für das Dorf Lhuri im Upper Dolpo

23. März 2022

Mit diesem Report können wir großartige Neuigkeiten übermitteln. Im Januar dieses Jahres haben wir endgültig entschieden im Dorf Lhuri im Upper Dolpo eine neue Schule zu bauen. Wir unterstützen die „Shree Tripitak Basic School“ in Lhuri seit 2021.

Unser außerordentlicher Dank geht an Gaby und Matthias Wahl, die den Schulbau in Gedenken an ihren im letzten Jahr verstorbenen Sohn Alexander Wahl finanzieren.

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Das Dorf Lhuri im Upper Dolpo, zwischen Saldang und Nyisal, besteht aus den drei Dorfteilen Ke, Lhuri und Sungjer, die alle auf einer Höhe von rund 3.900 Metern liegen. Die Schule in Lhuri wurde während des Bürgerkriegs in Nepal (1999-2006) geschlossen und danach nicht wiedereröffnet. Die Regierung hat vor langer Zeit ein kleines Schulgebäude gebaut, aber es ist jetzt in einem sehr baufälligen Zustand und ist kein sicheres Umfeld für die Bildung von Kindern.

Dawa Phuntsok, ein Jugendlicher aus dem Dorf Lhuri, der die Schule in Kathmandu besucht hat, hat die Schule vor kurzem wiedereröffnet. Im Jahr 2021 haben 23 Schüler die Schule besucht. Für den Unterricht und die Betreuung standen drei Lehrer zur Verfügung. Da die Kinder bisher keinen geregelten Unterricht hatten, gab es auch keine Klassenzuordnung. Von den 23 Kindern waren 14 Kinder in der Betreuung (Nursery) und 9 Kinder im Kindergarten/Vorschule. Der Plan für 2022 ist, dass 11 Kinder in der Betreuung sind (Nursery), 5 Kinder im Kindergarten und 7 Kinder in die 1.Klasse kommen. Mit jedem zusätzlichen Schuljahr wird die nächsthöhere Klasse gestartet, so dass im Jahr 2026 die Klasse 5 in Betrieb genommen werden kann. Dazu wird dann auch jährlich eine zusätzliche Lehrkraft eingestellt, insgesamt dann 6-7 Lehrkräfte.

Auf Dauer ist mit einer steigenden Schülerzahl zu rechnen, da auch noch die Kinder aus Sungjer und Ke unterrichtet werden. Insbesondere die Kinder aus Sungjer werden in der Schule schlafen, weil der Weg zu weit ist, um nach Hause zu gehen.

Wir wollen mit dem Bau des neuen Schulkomplexes im lokalen Baustil in diesem Jahr beginnen und am Ende des Jahres acht Räume errichtet haben:

  • Eine Küche
  • Zwei Schlafräume
  • 4 Klassenräume für Nursery, Kindergarten, erste und zweite Klasse
  • Einen Raum für die Lehrkräfte

Die entscheidende Frage ist, ob wir ausreichend Holz genehmigt bekommen für den Bau. Holz ist ein sehr knappes Gut und wird von der Regierung reglementiert.

Läuft alles nach Plan, dann werden wir im kommenden Jahr die restlichen Gebäude bauen inklusive der sanitären Einrichtungen und einer Schulmauer. Dann hoffen wir auch auf genügend Holz für die Innenausstattung wie zum Beispiel die Schulbänke. Es kann auch sein, dass wir manche Bautätigkeiten in das Jahr 2024 verschieben müssen. Für dieses Jahr ist wichtig, dass wir die Grundlagen für die neue Schule schaffen.

Wir finanzieren auch den laufenden Betrieb und haben eine Zusage für mindestens 20 Jahre abgegeben, sofern nichts Außergewöhnliches passiert. Die Finanzierung des Schulgebäudes ist weitestgehend gesichert, allerdings muss auch der jährliche Betrieb sichergestellt werden für die Lehrer, das Unterrichts- und Spielmaterial, Essen, Schulkleidung und die hohen Transportkosten von Kathmandu nach Lhuri.

Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt in Angriff nehmen können, gerade weil auch ein Einheimischer und ehemaliger Schüler aus dem benachbarten Saldang, wo wie die Winterschule finanzieren, die Initiative ergriffen hat.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns weiter gewogen bleiben und auch dieses Projekt unterstützen. Herzlichen Dank für Ihre Großzügigkeit.

Ein weiterer großer Dank geht an das Architektenbüro Ursula Schmid in München/Burghausen, die uns kostenfrei die Pläne entworfen und viele gute Hinweise für den Bau gegeben haben.

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