Länder

Länder mit Initiativen

Wir haben die Länder in denen wir tätig sind und unsere Initiativen nach genauen Kriterien ausgewählt:

  • Eine politisch weitestgehend stabile Lage, um Investitionen zu schützen
  • Persönliche Erfahrung in den Ländern mit sehr vertrauensvollen und verantwortungsvollen persönlichen Kontakten
  • Sehr erfahrene Partner und Partnerorganisationen in der Sozialarbeit
  • Partnerschaftlicher Umgang als Basis für eine langfristige Zusammenarbeit
  • Hohes Maß an Zuversicht, dass dauerhaft positive Ergebnisse zum Wohle der Menschen erzielt werden können 
  • Klar definiertes Betätigungsfeld und für unsere Organisation machbare finanzielle Rahmenbedingungen

Wir haben sechs Schwerpunkt-Initiativen: Bildung/Schulen, Kindernothilfe, Berufliche Ausbildung, Behindertenförderung, Frauenförderung sowie das Outreach-Programm. Hier kommen Sie zur Seite der Initiativen mit einer detaillierten Beschreibung.

In Indien werden alle Initiativen in unserem Projekt „Keshwa Child Welfare Center (KCWC)“ angeboten. In Nepal kommt nur die Initiative Bildung/Schule zum Einsatz. Die Betrachtung pro Land beschreibt kurz das jeweilige Projekt und Umfeld im Land.

 

Indien:
Keshwa Child Welfare Center (KCWC)

Unser Projekt in Indien läuft unter dem Projektnamen „Keshwa Child Welfare Center“ und umfasst eine 6-Säulen-Strategie mit verschiedenen Initiativen. Die hervorragende Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Creation India Society und deren Gründern Dr. Satya Prakash Tiwari und seiner Frau Mala ist die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit vor Ort. Als Programm-Direktor konnten wir im Jahr 2019 Hariom Tiwari gewinnen, der das Projekt langfristig operativ leiten wird. Über den folgenden LINK können Sie das Gesamtkonzept lesen.

Das Umfeld

Im Jahr 2015 erfolgte der Start einer Kinderbetreuung in Robertsganj in Uttar Pradesh (UP), dem zweitärmsten Staat in Indien mit alleine 200 Millionen Einwohnern. Uttar Pradesh als eigenständiges Land gesehen, wäre eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, aber auch eines der Ärmsten.
Etwa ein Drittel der Bewohner in UP sind noch Analphabeten Robertsganj ist Hauptstadt des Distrikts Sonbhadra mit 2,6 Millionen Einwohnern: Davon leben 35% unterhalb der Armutsgrenze. 500.000 Menschen leiden unter ungenügender Basis-Infrastruktur wie Wasser, Strom, medizinischer Versorgung mit viel zu wenigen Krankenhäusern im Distrikt.

Die Herausforderung

Sofern industrielle Arbeit verfügbar, ist diese sehr ungesund, der Zugang zu einer vernünftigen Gesundheitsversorgung ein Problem. Die Lebenserwartung ist mit 67 Jahren relativ niedrig.
Heute haben viele Kinder nur sehr wenige Rechte, fehlenden Zugang zu gesunder Ernährung, vernünftiger Kleidung, angemessener Bildung und persönlicher Entwicklung.
Sie sind von der Gesellschaft abgeschnitten, betteln, arbeiten, verkaufen Drogen und geraten in falsche Hände. Ende 2017 haben wir beschlossen ein eigenes Kinderzentrum zu bauen, das im Herbst 2019 bezogen wurde. Bei unserer Arbeit müssen wir uns mit vielen Herausforderungen und Risiken auseinandersetzen.

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Die Lösung

Schulunterricht, berufliche Ausbildung, Arbeit mit behinderten Menschen, eine Kindernothilfe, Frauenförderung und Hilfe vor Ort in den Dörfern unter einem Dach ist unser umfassender Ansatz. Die einzigartige Kombination aller Initiativen wird dauerhaft einen Unterschied in den Familien dieser Armutsgegend erzeugen. 

In unserem KCWC-Projekt arbeiten bei Vollbetrieb bis zu 30 Personen, die wir aus der Region rekrutieren. Wir beschäftigen Lehrer, Ausbilder und Sozialarbeiter mit verschiedenen Schwerpunkten. 

Die Auswirkungen

Unser Ziel ist es, jährlich bis zu 500 Kindern und Jugendlichen und möglichst vielen Erwachsenen in Robertsganj und im Bezirk Sonbhadra eine vertrauensvolle Anlaufstelle zu sein. Darüber hinaus sind wir ein in der Gesellschaft anerkanntes Betreuungs- und Ausbildungszentrum. Wir ermöglichen vielen Kindern und Jugendlichen dauerhaft eine lebenswerte Zukunft mit einer Arbeit und einem respektvollen Umgang in der Familie.

Unser Motto lautet: LEARN – EARN – SMILE
   

„Wir geben umfangreichen Support für Menschen aus ländlichen Armutsfamilien und Minderheiten. Diese Menschen sind weit entfernt von einer guten Bildung. Es gibt große Defizite bei der Gesundheitsvorsorge und Hygiene. Wir sprechen hier von einem stark gefährdeten und hilfsbedürftigen Teil der Gesellschaft. Es gibt große Herausforderungen bzgl. Bildung von Kindern, behinderten Kindern, ungewollten Kindern, Armutskindern und der Kinderarbeit. Wir wollen eine dauerhafte Entwicklung sicherstellen und suchen nachhaltige Lösungen.“

Dr. Satya Prakash Tiwari

Gründer der Creation India Society, Varanasi, Indien

Nepal:
Winterschulen in Saldang und Nyisal

Unsere Winterschulprojekte in Nepal finden in den beiden Dörfern Saldang und Nyisal im Upper Dolpo statt. In den Schulen unterrichten im Winter jeweils 2-3 Lehrer und pro Schule gibt es zwei Personen als Hilfspersonal, um den Kindern Mahlzeiten zu bereiten. Es ist nicht ganz einfach Lehrer für den Unterricht im Winter zu gewinnen. Deshalb ist die Partnerschaft mit Dolpo Tulku Rinpoche, dem Schulkoordinator Pema Wangyal Lama, sowie dem Gründer der Schule, Karma Dhondup Lama so wichtig, die für uns die Bereitstellung der Lehrer sowie die finanzielle Planung und Abrechnung organisieren. Wir sind auch in freundschaftlichem und engem Austausch mit den „Freunden Nepals“, die die Investition in das Schulgebäude getätigt haben und heute die Sommerschule finanzieren. Über den folgenden LINK können Sie unser Gesamtkonzept lesen.

Das Umfeld

Ohne die Unterstützung von NGOs würden Schulen in diesen entlegensten Bergregionen der Welt nicht existieren. Dieses Projekt sichert in zwei Schulen in den  Upper Dolpo-Dörfern den täglichen Unterricht während der Winterperiode.
     
Die Kinder werden in Allgemeinwissen, dem nepalesischen Lehrplan und der tibetischen Kultur geschult. Sie haben die Wahl, wie und wo sie ihr Leben leben wollen. Wir wollen diesen Kindern eine Perspektive für ihre Zukunft geben. Seit 2016 finanzieren wir die Winterschule in Saldang, seit 2019 die Schule in Nyisal.

Die Herausforderung

Vor allem im Winter sind fast alle Dörfer von der Gesellschaft abgeschnitten. Man benötigt 15 Gehtage hin und zurück bis zur nächsten befahrbaren Straße. Strom- und Telefonanschlüsse gibt es nicht und die medizinische Versorgung ist sehr schlecht. Um dorthin zu gelangen, muss man mehrere 5000-Meter-Pässe überqueren. Die Menschen können nur mit ihrer Landwirtschaft überleben. Kinder müssen im Sommer oft helfen, während sie den Schulunterricht verpassen. Die einzige Möglichkeit, Bildung konsequent zu vermitteln, besteht darin lokale Schulen auch mit einem Unterricht im Winter zu betreiben.

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Die Lösung

Bildungsinvestitionen in Nepal sind für jeden Einzelnen und die Gemeinschaft von großem Nutzen. Die jungen Erwachsenen können die Lebensbedingungen besser organisieren und die Landwirtschaft effektiver bewirtschaften.
Sie bekommen ein besseres Verhältnis zu Geld und führen ein bewusstes Leben. Es gibt Hinweise darauf, dass junge Frauen selbstbewusster werden und es wagen, um Hilfe zu bitten, zum Beispiel bei der Geburt. Wir finanzieren jährliche Schulungen für Lehrer, um ihre Fähigkeiten zu verbessern.
   

Die Auswirkungen

Immer mehr Kinder beenden die Grundschule und setzen ihre Ausbildung in Kathmandu fort. Einige bleiben in der Stadt, andere kehren als Bauern, Lehrer, Arzthelfer oder in irgendeiner anderen wichtigen Funktion nach Hause zurück. Dies ist die einzige Hoffnung für diese Dörfer, um langfristig zu überleben, da die Schüler neue Ideen in den Bereichen Landwirtschaft, Familienplanung und Gemeinschaftsleben entwickeln. Es lohnt sich, diese Menschen zu unterstützen, ihre einzigartige, friedliche und gewaltfreie Kultur zu bewahren und gleichzeitig ihre Lebensbedingungen voranzubringen.

„Was immer wir unternehmen, sollte auf das Wohl der anderen gerichtet sein und darauf etwas zu tun, das ihre Lage wirklich verbessert.“

Dolpo Tulku Rinpoche

Buddhistisches Oberhaupt im Upper Dolpo und buddhistischer Lehrer