Länder

Die Länder

Die Auswahl der Länder erfolgt nach genauen Kriterien:

  • Eine politisch weitgehend stabile Lage, um Investitionen zu schützen
  • Persönliche Erfahrung in den Ländern mit vertrauensvollen persönlichen Kontakten
  • Erfahrene Partnerorganisationen vor Ort
  • Partnerschaftlicher Umgang als Basis für eine langfristige Zusammenarbeit
  • Hohes Maß an Zuversicht für dauerhaft positive Ergebnisse zum Wohle der Menschen
  • Klar definiertes Betätigungsfeld und machbare finanzielle Rahmenbedingungen

Unsere Schwerpunkt-Initiativen: Bildung, Kindernothilfe, Berufliche Ausbildung, Frauen- und Behindertenförderung, Outreach-Programm, medizinische Nothilfe und sauberes Trinkwasser.
Der gemeinsame Handlungsstrang in Indien, Nepal und Nigeria ist Bildung.
In Indien bieten wir an verschiedenen Standorten ein breites Spektrum unserer Initiativen an. In Nigeria liegen die Schwerpunkte im Bereich Bildung, medizinische Hilfe und sauberem Trinkwasser.
Wir beschreiben das Umfeld, die Herausforderung, einen Lösungsansatz und den langfristigen Nutzen in den jeweiligen Landern.

Varanasi, Uttar Pradesh, India
Open Shelter und Ausbildung

Robertsganj, Uttar Pradesh, India
Alle Programme

Upper Dolpo, Nepal
Bildung und Nothilfe

Amuro-Mgbom, Nigeria
Bildung, Outreach, sauberes Wasser
Medizinische Nothilfe

Indien

 

Das Projekt in Uttar Pradesh (Sonbhadra und Varanasi) läuft unter dem Namen “Keshwa Child Welfare Center” und umfasst eine 6-Säulen-Strategie mit verschiedenen Initiativen. Grundlage dazu ist die langjährige und hervorragende Partnerschaft mit der Creation India Society und deren Gründern Dr. Satya Prakash Tiwari und seiner Frau Mala sowie dem Programm-Direktor Hariom Tiwari, der das Projekt in Sonbhadra operativ leitet.
Covid-19 hat uns insbesondere in Indien zwei Jahre sehr zu schaffen gemacht, doch seit März 2022 können wir das gesamte Spektrum schrittweise anbieten. Alle aktuellen Information stehen im News-Blog-Indien bereit.

Über den Download-Button stellen wir das Gesamtkonzept zur Verfügung.

Das Umfeld

Im Jahr 2015 erfolgte der Start einer Kinderbetreuung in Robertsganj in Uttar Pradesh (UP), dem zweitärmsten Staat in Indien mit alleine 240 Millionen Einwohnern. Uttar Pradesh als eigenständiges Land gesehen, wäre eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, aber auch eines der Ärmsten.
Etwa ein Drittel der Bewohner in UP sind noch Analphabeten Robertsganj ist Hauptstadt des Distrikts Sonbhadra mit 2,6 Millionen Einwohnern: Davon leben 35% unterhalb der Armutsgrenze. 500.000 Menschen leiden unter ungenügender Infrastruktur wie Wasser, Strom, medizinischer Versorgung mit viel zu wenigen Krankenhäusern im Distrikt. Wir sind auch in Varanasi tätig.

Die Herausforderung

Sofern industrielle Arbeit verfügbar, ist diese sehr ungesund, der Zugang zu einer vernünftigen Gesundheitsversorgung ein Problem. Die Lebenserwartung ist mit 67 Jahren relativ niedrig.
Heute haben viele Kinder nur sehr wenige Rechte, fehlenden Zugang zu gesunder Ernährung, vernünftiger Kleidung, angemessener Bildung und persönlicher Entwicklung.
Sie sind von der Gesellschaft abgeschnitten, betteln, arbeiten, verkaufen Drogen und geraten in falsche Hände. Ende 2017 haben wir beschlossen ein eigenes Kinderzentrum zu bauen, das im Herbst 2019 bezogen wurde. Bei unserer Arbeit müssen wir uns mit vielen Herausforderungen und Risiken auseinandersetzen.

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Die Lösung

Schulunterricht, berufliche Ausbildung, Arbeit mit behinderten Menschen, eine Kindernothilfe, Frauenförderung und Hilfe vor Ort in den Dörfern unter einem Dach ist unser umfassender Ansatz. Die einzigartige Kombination aller Initiativen wird dauerhaft einen Unterschied in den Familien dieser Armutsgegend erzeugen. 

In unserem KCWC-Projekten arbeiten bei Vollbetrieb bis zu 40 Personen, die wir aus der Region rekrutieren. Wir beschäftigen Lehrer, Ausbilder und Sozialarbeiter mit verschiedenen Schwerpunkten. 

Die Auswirkungen

Unser Ziel ist es, jährlich bis zu 500 Kindern und Jugendlichen, Frauen und möglichst vielen Familien  in den Dörfern in Sonbhadra und Varanasi eine vertrauensvolle Anlaufstelle zu sein. Darüber hinaus sind wir ein in der Gesellschaft anerkanntes Betreuungs- und Ausbildungszentrum.
Wir ermöglichen vielen Kindern und Jugendlichen dauerhaft eine lebenswerte Zukunft mit einer Arbeit und einem respektvollen Umgang in der Familie.

Unser Motto lautet: LEARN – EARN – SMILE

“Wir geben umfangreichen Support für Menschen aus ländlichen Armutsfamilien und Minderheiten. Diese Menschen sind weit entfernt von einer guten Bildung. Es gibt große Defizite bei der Gesundheitsvorsorge und Hygiene. Wir sprechen hier von einem stark gefährdeten und hilfsbedürftigen Teil der Gesellschaft. Es gibt große Herausforderungen bzgl. Bildung von Kindern, behinderten Kindern, ungewollten Kindern, Armutskindern und der Kinderarbeit. Wir wollen eine dauerhafte Entwicklung sicherstellen und suchen nachhaltige Lösungen.”

Dr. Satya Prakash Tiwari

Gründer der Creation India Society, Varanasi, Indien

Neuigkeiten zu allen Projekte befinden sich hier.

Nepal:

Unsere Winterschulprojekte in Nepal finden in den beiden Dörfern Saldang und Nyisal im Upper Dolpo auf 4.000 Metern Höhe statt. In den Schulen unterrichten  jeweils drei Lehrkräfte und zwei Personen als Hilfspersonal bereiten den Kindern Mahlzeiten zu. Es ist schwierig Lehrkräfte für den Unterricht im Winter zu gewinnen. Deshalb ist die Partnerschaft mit Dolpo Tulku Rinpoche, seinem Assistenten Lhakpa Tsering, Karma Dhondup Lama, dem Gründer der Schule in Saldang, und den Schulkoordinatoren Pema Wangyal (Saldang), Pema Tsering Gurung (Nyisal) und Dawa Phuntsok (Lhuri) so wichtig. Wir führen mit ihnen die Planung durch, sie stellen die Lehrer bereit und organisieren die Abrechnung.

Im Jahr 2021 haben wir begonnen die Schule in Lhuri zu unterstützen. Lhuri liegt zwischen Saldang und Nyisal. Diese Schule ist seit dem Bürgerkrieg in Nepal nicht mehr im Betrieb und wir wollten mithelfen, den Unterricht wieder in Gang zu bringen. Im Januar 2022 haben wir entschieden diese Schule komplett neu zu bauen und über mindestens 20 Jahre auch den Betrieb zu finanzieren. Die aktuellen Informationen zum Bau und dem Betrieb aller Schulen sind unter dem News-Blog Nepal zu finden.

Über den Download-Button stellen wir das Gesamtkonzept zur Verfügung.

Das Umfeld

Ohne die Unterstützung von NGOs würden Schulen in diesen entlegensten Bergregionen der Welt nicht existieren. Dieses Projekt sichert in zwei Schulen in den  Upper Dolpo-Dörfern den täglichen Unterricht während der Winterperiode. In der Schule in Lhuri unterstützen wir die Sommerschule. Die Kinder werden in Allgemeinwissen, dem nepalesischen Lehrplan und der tibetischen Kultur geschult. Sie haben die Wahl, wie und wo sie ihr Leben leben wollen. Wir wollen diesen Kindern eine Perspektive für ihre Zukunft geben. Seit 2016 finanzieren wir die Winterschule in Saldang, seit 2019 die Schule in Nyisal, seit 2021 die Schule in Lhuri.

Die Herausforderung

Vor allem im Winter sind fast alle Dörfer von der Gesellschaft abgeschnitten. Man benötigt 15 Gehtage hin und zurück bis zur nächsten befahrbaren Straße. Strom- und Telefonanschlüsse gibt es nicht und die medizinische Versorgung ist sehr schlecht. Um dorthin zu gelangen, muss man mehrere 5000-Meter-Pässe überqueren. Die Menschen können nur mit ihrer Landwirtschaft überleben. Kinder müssen im Sommer oft helfen, während sie den Schulunterricht verpassen. Die einzige Möglichkeit, Bildung konsequent zu vermitteln, besteht darin lokale Schulen auch mit einem Unterricht im Winter zu betreiben.

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Die Lösung

Bildungsinvestitionen in Nepal sind für jeden Einzelnen und die Gemeinschaft von großem Nutzen. Die jungen Erwachsenen können die Lebensbedingungen besser organisieren und die Landwirtschaft effektiver bewirtschaften.
Sie bekommen ein besseres Verhältnis zu Geld und führen ein bewusstes Leben. Es gibt Hinweise darauf, dass junge Frauen selbstbewusster werden und es wagen, um Hilfe zu bitten, zum Beispiel bei der Geburt. Wir finanzieren jährliche Schulungen für Lehrer, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. In Lhuri bauen wir eine Schule komplett neu. In die drei Schulen gehen 150 Kinder.

Die Auswirkungen

Immer mehr Kinder beenden die Grundschule und setzen ihre Ausbildung in Kathmandu fort. Einige bleiben in der Stadt, andere kehren als Bauern, Lehrer:in, Krankenschwester oder in irgendeiner anderen wichtigen Funktion in ihr Dorf zurück. Dies ist die einzige Hoffnung für diese Dörfer, um langfristig zu überleben, da die Schüler neue Ideen in den Bereichen Landwirtschaft, Familienplanung und Gemeinschaftsleben entwickeln. Es lohnt sich, diese Menschen zu unterstützen, ihre einzigartige, friedliche und gewaltfreie Kultur zu bewahren und gleichzeitig ihre Lebensbedingungen voranzubringen.

“Was immer wir unternehmen, sollte auf das Wohl der anderen gerichtet sein und darauf etwas zu tun, das ihre Lage wirklich verbessert.”

Dolpo Tulku Rinpoche

Buddhistisches Oberhaupt im Upper Dolpo und buddhistischer Lehrer

Neuigkeiten zu allen Projekte befinden sich hier.

Nigeria

Auch in Nigeria ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg. Unser Vorstandsmitglied Melanie Facius lebt mit ihrem Mann und den drei Kindern in Abakaliki, ca. 70 Kilometer entfernt von dem Ort Amuro/Mgbom, wo unser großes Schulprojekt durchgeführt wird.  Durch diesen Kontakt und der Partnerschaft mit der Holyrock, Mountain of Light-Kirche im Ort Mgbom, sind die besten Voraussetzungen für eine zielgerichtete Unterstützung gegeben. Im Winter 2020 haben wir mit den ersten Aktivitäten begonnen. Es ist mittlerweile sehr viel passiert. Wir haben einen Brunnen gebohrt und das Schulgelände mit Trinkwasser versorgt und stehen kurz vor der Fertigstellung der Renovierung des größten Gebäudes, dem U-Block.

Weitere Projekte sind Familienhilfe, und medizinische Nothilfe und wir wollen uns auch verstärkt um die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser kümmern. Alle aktuellen Informationen sind unter dem News-Blog-Nigeria zu finden.

Über den Download-Button stellen wir das Gesamtkonzept zur Verfügung.

Das Umfeld

In der Region Afikpo leben ungefähr 100.000 Menschen, zumeist als Bauern, Fischer oder Jäger mit einem Einkommen von weniger als 2€ pro Tag. Es mangelt an sauberem Trinkwasser, die medizinischen Einrichtungen sind mangelhaft und es gibt kaum Stromversorgung. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 55-60 Jahren. Die “Amuro/ Mgbom Community Primary and Secondary School” befindet sich zwischen dem Dorf Amuro und Mgbom in Afikpo.
Rund 1.700 Kinder aus verschiedenen Dörfern besuchen die Schule. Einige kommen aus sehr großer Entfernung und müssen mit einem Fahrzeug zur Schule gebracht werden. Der Schulkomplex besteht aus 10 Gebäuden.

Die Herausforderung

Die Schulgebäude sind in sehr schlechtem Zustand. Es gibt nur sehr begrenzte Möglichkeiten für einen angemessenen Unterricht.
Die Klassenzimmer sind normalerweise sehr heiß und für die Schüler unerträglich.
Einige der Klassenzimmer sind ohne Dächer und die Wände fallen auseinander. Toiletten gibt es nicht, weder Wasserversorgung noch Fachräume. Es gibt oft 3-4 Klassen in einem Raum mit verschiedenen Lehrern, die gleichzeitig unterrichten.
Viele Menschen in Afikpo werden durch verunreinigtes Trinkwasser krank mit Typhus und Magen-/Darminfektionen. Eine medizinische Betreuung können sich viele Bewohner nicht leisten. 

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Die Lösung

Es bedarf einer umfassenden, aber schrittweisen Sanierung der Schule. Teilweise sind Wände zu erneuern. Die Böden der Klassenräume müssen gefliest werden und in einigen Räumen ist es notwendig Trennwände einzuziehen. Sanitäre Einrichtungen müssen geschaffen werden. Diese Maßnahmen sind die Voraussetzung für eine  positive Entwicklung der Kinder, für einen erfolgreichen Sprung in das Berufsleben und eine “bessere” Zukunft.
Wir zahlen besonders bedürftigen Menschen eine medizinische Nothilfe-Versorgung. Langfristig wollen wir aber das Problem an der Wurzel anpacken und reines Trinkwasser produzieren.

Die Auswirkungen

Mit einer besseren Ausbildung sind die Kinder bereit, auf dem Arbeitsmarkt zu konkurrieren und können überall auf der Welt eine Beschäftigung finden.
Es gibt öffentliche Institutionen, in denen sie arbeiten und bei der Entwicklung des Landes helfen können. Mit einer besseren Ausbildung werden einige der Schüler Unternehmer und schaffen Arbeitsplätze für sich und andere. Einige könnten effektive Landwirte werden und helfen, das Problem der Nahrungsmittelknappheit zu lösen. Durch sauberes Trinkwasser leisten wir einen großen Beitrag zur Gesundheit der Menschen.

“Ich bin überzeugt davon, dass Wunder geschehen, wenn Menschen sich gegenseitig helfen. Die letzten Monate in der Corona-Krise haben mir noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es mir ist Kindern bessere Chancen und Möglichkeiten zu eröffnen.
Als sehr gläubiger Mensch bin ich besonders von einem Zitat der Pastorin Hannelore Frank inspiriert: ‚Wenn Gott uns helfen und beistehen will, wenn er uns trösten, raten und ermuntern will, dann lässt er nicht ein Wunder mit Blitz und Donner geschehen, sondern er schickt uns einen Menschen‘”.

Melanie Facius

Mitglied des Vorstands der HUMAN-Stiftung. Lebt in Abakaliki, Bundesstaat Ebonyi, Nigeria und leitet das Projekt vor Ort.

Die Kinder sind unsere Zukunft. Wir glauben, dass die Entwicklung unserer Kinder durch Bildung unsere Zukunft ausmacht. Unser Traum ist es, unsere Gemeinschaft zu einem besseren Ort zu machen, als wir ihn kennengelernt haben.

Angela Awah und Richard Light Awah

Pfarrer der Holyrock Mountain of Light Kirche in Amuro/Mgbo. Unsere künftigen Projektpartner in Nigeria

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