Initiativen

Schwerpunkt-Themen

Wir haben acht Schwerpunkt-Themen: Bildung/Schulen, Kindernothilfe, Berufliche Ausbildung, Behindertenförderung, Frauenförderung, das Outreach-Programm, medizinische Nothilfe sowie sauberes Trinkwasser. Nicht jede Initiative wird in allen Ländern umgesetzt. Die Erläuterung pro Initiative geht auf spezifische inhaltliche Themen der Initiative ein.

Als Navigationshilfe können Sie einfach auf das entsprechende Symbol klicken oder über das Haupt-Menü auswählen. Hier kommen Sie zur Länderübersicht.

Die ausführlichen Beschreibungen der Gesamtprojekte in Indien, Nepal und in Nigeria können über den jeweiligen Download-Button runtergeladen werden. 

Schulbildung: Inklusionsschule in Sonbhadra, Indien

Mit der Eröffnung unseres neuen Gebäudes mit seiner exzellenten Infrastruktur hat der Erziehungsbeauftragte der Regierung von Sonbhadra im Oktober 2019 angefragt, ob wir ein Schulprogramm für Kinder aus den Armutsgegenden anbieten können.
Was sind die konkreten Vorteile eines Schulbetriebs in unserem Center im Vergleich zu einer öffentlichen Grundschule?

Das Niveau der öffentlichen Schulen in Uttar Pradesh gilt als nicht sehr hoch. Die Infrastruktur ist oft mangelhaft, keine Computer oder Musikinstrumente, keine Schulbänke oder Stühle. Die Lehrer sind nicht immer hoch motiviert.

Wir bieten eine Vorschulklasse an und die Grundschulklassen 1 bis 5.
Die Schule ist für die Kinder aus armen Familien kostenfrei und hat die Qualität einer Privatschule, die aber sehr teuer ist.

Mit der Schulausbildung für bis zu 60 Schüler:innen gleichzeitig steigt das Niveau aber auch die Komplexität unserer Arbeit noch einmal stark an.

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Zugleich komplettiert dieses Programm unsere Strategie und bietet alle Bildungsmaßnahmen „unter einem Dach“ an. Damit können viele Kinder nach der Schule direkt eine Ausbildung machen oder sind gut gerüstet für weiterführende Schulen.

Im September 2020 haben wir die Lizenz zum Betrieb einer Inklusionsschule erhalten, also eine spezielle Förderschule in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Das ist die erste Lizenz die einer Organisation im Distrikt Sonbhadra verliehen wurde. Darauf sind wir sehr stolz.

Wir wollen vor allem auch die Persönlichkeit der Kinder entwickeln. 

Aktuelle Informationen zu den Initiativen sind im News-Blog zu finden.

Schulbildung: (Winter)-Schulen im Upper Dolpo, Nepal

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Ohne Finanzierung durch NGO’s aus dem Ausland würde es im Upper Dolpo keine Schulen geben. Schulunterricht im Winter gab es sehr lange gar nicht. Unsere Schulprojekte sind:

  • Winterschule in Saldang  mit 80 Kindern seit 2016
  • Winterschule in Nyisal  mit 35 Kindern seit 2019
  • Schule in Lhuri mit 35 Kindern seit dem Jahr 2021

Warum machen wir das und welche Auswirkungen hat das auf die Kinder und Erwachsenen in den Bergdörfern?

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Schulbetrieb

Die HUMAN-Stiftung finanziert den Betrieb der Winterschulen: die Lehrer und das Küchenpersonal, die tägliche Mahlzeit ebenso wie einige Materialien zum Lernen. Für die Schule in Lhuri übernehmen wir alle Betriebskosten inklusive der Gebäudepflege für die kommenden 20 Jahre.

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Schulbau Lhuri

Das Dorf Lhuri im Upper Dolpo, zwischen Saldang und Nyisal, besteht aus den drei Dorfteilen Ke, Lhuri und Sungjer, die alle auf einer Höhe von rund 3.900 Metern liegen. Die Schule in Lhuri wurde während des Bürgerkriegs in Nepal (1999-2006) geschlossen und danach nicht wiedereröffnet.

Aktuelle Informationen zu den Initiativen finden Sie im News-Blog

Die Schule wird von Gaby und Matthias Wahl in Gedenken an ihren verstorbenen Sohn Alexander errichtet.
Alexander war fasziniert von den Menschen und der Kultur in Tibet und Nepal. Durch dieses Werk werden wir ihn dauerhaft in Erinnerung behalten.

In Gedenken an Alexander Wahl

Verstorben am 16.August 2021 mit 41 Jahren

„Ich hatte nie die Möglichkeit in die Schule zu gehen. Gerade deshalb ist es mir so wichtig, dass Kinder heute gute Möglichkeiten der Bildung in den Dörfern im Upper Dolpo erhalten.“

Karma Dhondup Lama

Gründer der Shree Shelri Drugdra Schule in Saldang

Schulbildung: Primary/Secondary School Nigeria

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Mit der Renovierung und Moderinisierung des großen Schulkomplexes der Amuro/Mgbom Primary and Secondary School im Bundesstaat Ebnoy State, ermöglichen wir 1.700 Kindern einen vernünftigen Schulbetrieb. Dieser ist aufgrund der maroden Infrastruktur derzeit nur bedingt möglich: zu große Klassenräume mit mehren Klassen, zu hohe Hitze, kein Wasser, keine Toiletten und einige Gebäude sind nicht oder kaum nutzbar.
Welche Vorteile bringt das langfristig für die Kinder?

Es heißt, Wissen sei Macht und Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Mit einer besseren Ausbildung sind die Kinder bereit, auf dem Arbeitsmarkt in Nigeria zu konkurrieren. Sie könnten dann aber auch überall auf der Welt eine Beschäftigung finden.

Aktuelle Informationen zu den Initiativen finden Sie im News-Blog

„Es ist mein Traum dabei zu helfen, die Schule zu einem angemessenen und förderlichen Lernumfeld zu machen. Ich möchte, dass der Labor- und Bibliotheksbereich innerhalb meiner Amtszeit fertiggestellt wird und Studenten entwickelt werden, die sich auf akademischer Ebene mit Anderen messen können“.

Okpara Elizabeth Mgbo

Leiterin der Amuro/Mgbom Schule

Kindernothilfe

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“Kindernothilfe” in Indien bedeutet ein definiertes Programm der ChildLine India Foundation, die dem Ministerium für Kinder- und Frauenentwicklung unterstellt ist. Für jeden Distrikt und an besonderen “Brennpunkten” wird eine Lizenz an eine Organisation vergeben, die diese Leistung ausüben darf. Unsere Partnerorganisation Creation India Society hat die Lizenz für ChildLine Programme und darf den Service gemäß der Vorgaben ausüben. Was bedeutet das?

Mehrere qualifizierte Sozialbetreuer:innen werden für dieses in höchstem Maße wichtige Programm arbeiten. Die Kindernothilfe bietet eine 24-Stunden- / 7 Tage Hotline mit Rehabilitationsaktivitäten und Beratung für die folgenden Notfälle an:

  •  Vermisste und weggelaufene Kinder
  • “Findelkinder”
  • Verwahrloste Kinder

Aktuelle Informationen zu den Initiativen finden Sie im News-Blog

“Ich bin sehr glücklich, dass die HUMAN-Stiftung und die Creation India Society den ChildLine Service in Sonbhadra und Varanasi für bedrohte Kinder durchführen werden.”

Dr. Anjaiah Pandiri, Ph.D

Executive Director, ChildLine India Foundation

Berufsausbildung

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Die berufliche Ausbildung (“Skill-Programm”) ist eine der ganz großen Initiativen in Indien, vor allem auch für den ländlichen Bereich. Wir haben die Lizenzen der indischen Regierungsorganisationen “National Skill Development Corporation (NSDC)” und “National Small Industry Corporation (NSIC)”. Dadurch sind wir in der Lage Bildungs- und Ausbildungspakete aus einer Hand anzubieten, was uns zu “der” Sozialeinrichtung in der gesamten Region macht. Was bedeutet das im Detail?

In unserem Keswha Child Welfare Center haben wir Unterrichtsräume und Labore für mehr als 100 Auszubildende. Wir haben eine Lizenz für 400-500 Auszubildende pro Jahr. Wir starten mit den folgenden Ausbildungsmodulen:

  • Kosmetik: Wir stellen Klassenraum und ein ‘Lab’ für parallel bis zu 50 Personen für Kosmetikausbildungen bereit.
  • Schneiderhandwerk: Wir haben Unterrichtsraum und ‘Lab’ für parallel bis zu 50 Personen im Mode- und Schneiderhandwerk.
  • Computer: Wir stellen einen Raum mit 10 Computern zur Verfügung. Wir haben die Lizenz für diverse Trainingsmodule.

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“Ich bin sehr froh über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der HUMAN-Stiftung und der Creation India Society in Sonbhadra mit der erstklassigen Infrastruktur im Keshwa Child Welfare Center.”

Dr. Manish Kumar

CEO der National Skill Development Corporation (NSDC), India (bis zum Jahr 2021)

Behindertenförderung

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Bei der Betreuung und Unterstützung behinderter Menschen gibt es eine enge Kooperation mit dem Leitenden Behinderten-Beauftragten des Distrikts Sonbhadra. Menschen mit Behinderung sind in Indien häufig auf sich selbst angewiesen. Die Ursachen der Behinderungen sind meist Armut und schlechte Gesundheitsversorgung. Viele Behinderungen wären vermeidbar, wenn werdende Mütter und ihre Säuglinge besser betreut und ernährt würden. Aufklärung und Beratung sind sehr wichtige Elemente.

Wir führen Analysen und Umfragen in den Dörfern durch und organisieren Camps und Workshops entweder in unserem Center oder in den Dörfern. Behinderte Menschen in Indien leben oftmals ausgegrenzt von der Gesellschaft.

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“Ich freue mich über eine langfristige Zusammenarbeit, da die Creation India Society unterstützt von der Human-Stiftung in Sonbhadra eine hervorragende Arbeit bei der Betreuung behinderter Menschen leistet.”

Mr. Rituraj Singh

Leitender Behinderten-Beauftragter, Distrikt Sonbhadra

Frauenförderung

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Frauenförderung” ist das Angebot für benachteiligte Frauen. Es gibt immer noch die Vorherrschaft der Männer und Diskriminierung von Frauen. Frauen sind Ziel verschiedener Arten von Gewalt und diskriminierender Praktiken. Dies ist nach wie vor eine Herausforderung in der Gegend in der wir agieren. Die Treiber unseres Handelns sind das Selbstwertgefühl der Frauen zu erhöhen, deren Recht auf eigene Entscheidung, die Möglichkeit ihr eigenes Leben zu regeln und Gleichberechtigung zu erlangen.

Wir verpflichten uns, die Frauen in Fragen der Familienplanung, Gleichberechtigung, Möglichkeit zur Arbeitsbeschaffung und damit Reduktion der unbezahlten Arbeit zu beraten. Bei der Frauenförderung geht es darum, den Frauen die Menschenrechte in vollem Umfang zu gewähren. Das ist unser Angebot an die Frauen im KCWC:

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“In enger Zusammenarbeit mit der HUMAN-Stiftung werden wir die großen Herausforderungen meistern. Die Entwicklung von Frauen liegt mir besonders am Herzen..”

Ms. Mala Tiwari

Gründer und "Secretary of Creation India Society"

Outreach-Programm / Open Shelter

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„Outreach Sozial-Programme“ sind Aktivitäten für die ländliche Bevölkerung.
In Sonbhadra in Indien und in Afikpo in Nigeria leben in den Dörfern sehr viele Bewohner in Armut. Diese Menschen haben eine begrenzte oder keine Ausbildung und sind nicht dazu erzogen, um Unterstützung zu bitten. Über die Jahre führen wir in allen Dörfern in Indien in enger Kooperation mit den Dorfbürgermeistern und in Nigeria Hilfsprogramme für Familien durch.

Wir unterstützen bei sozialen, rechtlichen und medizinischen Problemen. Wir beraten drogenabhängige Kinder und Jugendliche, wollen die Eltern gewinnen, ihre Kinder in die Schule zu schicken, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und beraten bei der Familienplanung.

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“Wir haben in allen Dörfern mit Alkohol und billigen Drogen zu kämpfen. Wir versuchen mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, um sie davon abzubringen.”

Mr. Phool Singh

Dorfbürgermeister (Gram Panchayat) des Dorfes Nipuraj in Sonbhadra

Medizinische Nothilfe

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„Medizinische Nothilfe“ hat unterschiedliche Wirkung in den Ländern.
In Indien ist es Teil des Angebots unserer Open Shelter Programme oder individuelle Hilfen im Outreach-Programm. In Nigeria ist es ebenfalls Teil des Angebots im Outreach-Programm. In Nepal sind es Sonderaktionen wie zuletzt bei Covid-19 mit der Versorgung der Menschen im Upper Dolpo mit den wichtigsten Medikamenten.

Der medizinische Bedarf ist sowohl in Indien als auch in Nigeria so groß, dass wir nur punktuell helfen können. Trotzdem wollen wir soweit möglich und sinnvoll da Unterstützung leisten, wo wir mit Familien direkt im Kontakt sind.

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“Mit das größte Problem in unserer Arbeit ist das verunreinigte Trinkwasser. Die Getränke hier verursachen Typhus, Magen-Darminfektionen und andere bakterielle Krankheiten. Mit sauberem Wasser wären viele Probleme lösbar.”

Dr. Uche Ayoade

Gesundheitsarzt, Afikpo, Nigeria

Sauberes Trinkwasser

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Die “große” Initiative „Sauberes Trinkwasser“ befindet sich noch in der Planungsphase. Vereinzelt stellen wir schon sauberes Trinkwasser über selbst gebaute Brunnen zur Verfügung: im Keshwa Child Welfare Center in Indien und auf dem Schulgelände der Schule in Amuro in Nigeria.
Unser Ziel ist es, sauberes Wasser selbst zu produzieren und zu einem großen Teil an die bedürftigen Familien kostenlos zu verteilen. Dafür benötigen wir aber noch weitere finanzielle Mittel.

Wie bereits in der medizinischen Nothilfe beschrieben, verursacht verunreinigtes Wasser viele vermeidbare Krankheiten. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sie können sich den Kauf von Wasser nicht leisten.

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